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Zahl des Monats

Zahl des Monats Juni: 400

Der preisdämpfende Effekt von gemeinnützigen Bauvereinigungen (GBVs) schlägt sich mit durchschnittlich 5% günstigeren Mieten im privaten unregulierten Bereich nieder. Das bedeutet eine Ersparnis von rund 400 Euro pro Haushalt jährlich für private Mieterinnen und Mieter. Das belegt die neue Studie „Die preisdämpfende Wirkung des gemeinnützigen Wohnbaus in Österreich“ von WIFO gemeinsam mit dem wohnwirtschaftlichen Referat des Verbandes der gemeinnützigen Bauvereinigungen im Auftrag der MA 50 der Stadt Wien. Alle Grafiken, Visualisierungen und die gesamte Studie finden Sie unter non-profit-housing.wifo.ac.at

Zahl des Monats Mai: 78

2022 wurden 4.200 Wohnungen von gemeinnützigen Bauvereinigungen (GBVs) auf klimafreundliche Heizsysteme umgestellt. Das bedeutet eine Steigerung von 78% im Vergleich zum Vorjahr. Die GBVs haben nahezu den gesamten Bestand, der in den Jahren bis 1980 errichtet wurde, thermisch saniert, eine Grundvoraussetzung für eine sinnvolle Dekarbonisierung.

Zahl des Monats April: 7,3

Österreich liegt unter den Top 3 in Europa hinsichtlich der Zufriedenheit der Bewohnerinnen und Bewohner im sozialen Wohnbau. Mit einer Durchschnittsnote von 7,3 (Skala von 1=sehr unzufrieden bis 10=sehr zufrieden) liegt Österreich gleichauf mit Schweden und nur knapp hinter Dänemark. Auffallend ist, dass die Zufriedenheit in jenen Ländern am höchsten ist, in denen ein höherer Anteil der Bevölkerung im gemeinnützigen und kommunalen Wohnbau lebt und die Zugänglichkeit für breite Einkommensgruppen gegeben ist. Das belegt eine Umfrage von EUROFUND aus 2022. Weitere Auswertungen lesen Sie hier.

 

Zahl des Monats März: 3,1

Bei den Mietwohnungen beträgt das Verhältnis der Fertigstellungen zu den Übereignungen 3,1 : 1. Das heißt, es wurden mehr als dreimal so viele Mietwohnungen in GBV-eigenen Bauten errichtet, als aus dem Mietwohnungsbestand verkauft wurden. Der Nettozuwachs betrug 2021 8.900 gemeinnützige Mietwohnungen. Anders als in anderen europäischen Ländern vergrößert sich der gemeinnützige Wohnungsbestand in Österreich und damit der Bestand an leistbaren Wohnungen.

GBV Zahl des Monats Februar: 0

In der über 75-jährigen Geschichte des Revisionsverbandes kam es zu 0 Kreditausfällen bei den gemeinnützigen Bauvereinigungen (GBVs). In diesem Zeitraum ist auch keine GBV durch eine Insolvenz untergegangen. GBVs sind damit verlässliche Partner der Banken, der (Bau-)Wirtschaft und vor allem ihrer Mieterinnen und Mieter.

GBV Zahl des Monats Jänner: 13

1953 wurden 13 gemeinnützige Bauvereinigungen gegründet, die heute rund 72.000 Miet- und Eigentumswohnungen verwalten. Der Anteil der verwalteten Wohnungen der 1953 gegründeten GBVs beträgt damit 7 %. Die 13 GBVs wurden sowohl als Genossenschaften gegründet als auch als Gesellschaften, speziell im Bereich Werkswohnungsbau der privaten und staatlichen Industrie. Hauptgründe für die vielen GBV-Gründungen der 50er-Jahre waren der Wiederaufbau nach den Kriegszerstörungen, die Wohnbauförderung (Wohnhaus-Wiederaufbaufonds WWF, reaktivierter Bundes-Wohn- und Siedlungsfonds, BWSF) und die Einführung des Wohnungseigentums.

GBV Zahl des Monats Dezember: 771

771 Personen in 386 gemeinnützigen Wohnungen konnten durch die Initiative „zuhause ankommen“ nach dem Housing First-Ansatz ihre neue Wohnung beziehen. Die Mehrheit der erwachsenen Mieter:innen (61 %) sind Frauen. Die Initiative der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAWO), dem Sozialministerium und den gemeinnützigen Bauvereinigungen (GBVs) richtet sich an Menschen, die durch die Covid-19-Pandemie in finanzielle und existenzielle Schwierigkeiten geraten sind und deshalb ihre Wohnung verloren haben oder von Wohnungslosigkeit bedroht sind. Ziel ist es, ihnen Zugang zu einer eigenen, dauerhaften Wohnung im gemeinnützigen Wohnsektor zu ermöglichen. Aus den Mitteln des vom Sozialministerium geförderten Projekts sollen Finanzierungsbeiträge, Unterstützung bei Übersiedlungen und bei Bedarf sozialarbeiterische Betreuung nach dem Housing First-Prinzip übernommen werden. Das Projekt wurde beim Social Housing Festival in Helsinki mit dem „European Responsible Housing Award“ ausgezeichnet.

GBV Zahl des Monats November: 53,8

53,8 % der GBVs haben die Rechtsform der Genossenschaft. Von den aktuell 182 gemeinnützigen Bauvereinigungen (GBVs) haben 98 (53,8 %) die Rechtsform der Genossenschaft, wobei es übrigens deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern gibt: Während in Ost- und in Zentralösterreich Genossenschaften die Mehrheit bilden, sind im Süden und Westen Kapitalgesellschaften in der Mehrheit. Die 182 gemeinnützigen Bauvereinigungen sind Unternehmen, die Wohnungen für breite Kreise der Bevölkerung zur Verfügung stel¬len. Sie tun dies nicht in gewinnmaximierender, sondern in gemeinwohlorientierter Weise. Ihre Geschäftstätigkeit ist durch das Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz (WGG) sowie ergänzen¬de Verordnungen reguliert. GBVs verwalten derzeit rund 950.000 Wohnungen, davon rund 630.000 eigene Miet- und Genossenschaftswohnungen.

GBV Zahl des Monats Oktober: 5.250

Die durchschnittliche Zahl der verwalteten Wohnungen pro gemeinnütziger Bauvereinigung (GBV) beträgt 5.250. Verwaltete Wohneinheiten schließen sowohl Miet- als auch Eigentumswohnungen mit ein. Die Spannweite ist sehr groß: Sie reicht von 73 bis etwa 53.000 verwaltete Wohnungen.

GBV Zahl des Monats September: 115

115 Euro pro Kopf und Jahr wird in Österreich für leistbaren Wohnraum (Objekt- und Subjektförderung) von der öffentlichen Hand ausgegeben. Mit den rund 115 Euro pro Kopf und Jahr liegen die österreichischen Ausgaben der öffentlichen Hand für leistbaren Wohnraum (Objekt- und Subjektförderung) deutlich niedriger als im europäischen Vergleich. So sind die Kosten nur halb so hoch wie in Schweden und immer noch um 40 Euro niedriger als im EU-Schnitt. Dennoch liegt Österreich beim Anteil der sozialen Mietwohnungen mit 24 Prozent im absoluten Spitzenfeld. Der hohe Bestand an leistbaren Wohnungen verhindert, dass der Staat hohe Aufwendungen für Mietbeihilfen hat, wie das in vielen anderen europäischen Ländern der Fall ist. Quelle: Eurostat, COFOG und Bevölkerung 2019. Link zur Grafik