GEMEINNÜTZIGE BAUVEREINIGUNGEN

Neue Sanierungsverordnung für Wien beschlossen

Das Wiener Wohnbaumodell ist bekannt für seine Innovationskraft, die sich nicht zuletzt durch die Umsetzung nachhaltiger Maßnahmen, beispielsweise durch die Umstellung auf klimaschonende Heizsysteme, äußert. Eine Sanierungsnovelle, die Ende April von Vizebürgermeisterin Kathrin Gaal und NEOS-Wohnbausprecherin Selma Arapovic präsentiert wurde, bestätigt dies und setzt erstmals bereits bei der Erstellung von Sanierungskonzepten an, die künftig gefördert wird. 

 „Das Wiener Wohnbau-Modell ist neben Leistbarkeit und Lebensqualität auch beim Thema Klimaschutz seit vielen Jahren international führend. Besonders erfreulich ist, dass das Interesse an unseren vielen Klimaschutz-Maßnahmen in den vergangenen Jahren noch einmal deutlich gestiegen ist“, so Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal.

Förderung von Anfang an

Zum ersten Mal in der Geschichte des Wiener Wohnbaumodells wird schon das Erstellen eines Sanierungskonzeptes finanziell unterstützt. Die Förderung der Konzepte liegt dabei bei bis zu 5.000 Euro und bei bis zu 50 Prozent der nachgewiesenen Kosten. 

Zusätzlich gibt es eine Umstellung auf Einmalzuschüsse. Das bedeutet, dass bestimmte Förderungen künftig als Einmalbeträge ausgezahlt und nicht mehr, wie in der Vergangenheit üblich, als Zuschüsse für die Kreditrückzahlung überwiesen werden. Somit wird die Attraktivität der Förderung gesteigert und die Planbarkeit erheblich verbessert. 

Höhere Zuschüsse für nachhaltige Sanierung

Auch die Umrüstung auf effizientere alternative Energiesysteme wird künftig stärker gefördert. So wird beispielsweise der Tausch von Heizsystemen mit einer höheren Unterstützung belohnt: die Förderung wird von 30 Euro auf 50 Euro pro m² erhöht. 

„Für die Klimawende ist die forcierte Heizungsumstellung auf erneuerbare Energiequellen ein Gebot der Stunde. Es ist daher erfreulich, dass der Heizungstausch nun verstärkt gefördert wird", so SOZIALBAU Generaldirektor Josef Ostermayer.

Auch bei der thermisch-energetischen Wohnhaussanierung gibt es in Zukunft höhere Zuschüsse: der Betrag der zwei höchsten Förderungsstufen wird von 170 Euro auf 190 Euro pro m² beziehungsweise von 130 Euro auf 140 Euro pro m² angehoben. 

Geschätzte Mehrkosten

Insgesamt werden die Mehrkosten, die durch die erhöhten Förderungen künftig entstehen, auf jährlich zwölf Millionen Euro geschätzt. Zusätzlich rechnet man mit jährlich (maximal) 8,75 Millionen Euro an nicht rückzahlbaren Einmalzuschüssen, die für die Heizungsumstellungen im Eigenheimbereich genutzt werden. Jährlich werden 1.000 solcher Heizungsumstellungen erwartet. 

Kostenlose Beratung bei der „Hauskunft“ 

Interessierte erhalten bei der „Hauskunft“, einer kostenlosen Servicestelle des Wohnfonds Wien, alle Informationen rund um die aktuelle Sanierungsnovelle. Weiters bietet sie Beratung für alle, die Ein- oder Mehrfamilienhäuser sanieren wollen, ganz gleich ob mit oder ohne Förderung. 

 

Vizebürgermeisterin Kathrin Gaal und NEOS-Wohnbausprecherin Selma Arapovic präsentierten die Wiener Sanierungsnovelle. © Hauskunft

 

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