GEMEINNÜTZIGE BAUVEREINIGUNGEN


Mehr als nur gute Nachbarschaft

Bei der WBV-GPA gab es kürzlich etwas ganz Besonderes: Der gemeinnützige Bauträger hat eine Baugruppe in ein gefördert errichtetes Wohnhaus integriert. Umgesetzt wurde dies im Vorstadthaus Breitensee. 

Insgesamt 22 Menschen sind, auf neun Wohnungen verteilt, Teil dieser Baugruppe. Der gesamte sechste Stock ist für die Baugruppe reserviert. Die WBV-GPA hat die Baugruppe in den gesamten Planungsprozess involviert und sogar spezifische Wünsche des Kollektivs in die Grundrissgestaltung miteinfließen lassen. „Wir haben bereits einige Erfahrungen mit Baugruppen machen können", sagt Michael Gehbauer, Geschäftsführer der WBV-GPA, "und ich halte diese Form selbstbestimmten und mitgestaltenden Wohnens im Rahmen des sozialen Wohnbaus für sehr wichtig. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass die Baugruppe auf uns zugekommen ist."

Ein Ort für Alle
Von ganz jungen Bewohnerinnen und Bewohnern in Baby-Alter bis hin zu Pensionistinnen und Pensionisten —genauso vielfältig wie die Altersgruppen sind auch die Berufe, welche die Bewohnerinnen und Bewohner ausüben: Ob aus der Sozialarbeit, Pädagogik, Psychotherapie und Konditorei kommend, ihre Gemeinsamkeit war der Wunsch nach gemeinschaftlichem Wohnen. „Ich habe mich in meinem Bekanntenkreis umgehört", so Stephan Gruber, Sprecher des Vereins Vorstadthaus Breitensee, “und es hat sich herausgestellt, dass sich einige von uns nach so einem gemeinschaftlichen Wohnen abseits großstädtischer Anonymität durchaus sehnen. Es ist ein Wohnen, bei dem man den Nachbarn nicht nur vom Milch- und Eier-Ausborgen kennt, sondern auch mal spontan beschließt, gemeinsam ins Freibad schwimmen zu gehen."

Die Freude ist sowohl auf Bewohnerinnen- und Bewohnerseite als auch auf Seite der WBV-GPA groß. Michael Gehbauer erklärt: "Eine integrierte Baugruppe hat eine hohe soziale Vorbildwirkung, denn so kann die Energie der wenigen 22 Menschen aufs ganze Haus ausstrahlen. In den Baukosten kaum ein Unterschied, auf Bauträgerseite ist es eher ein gewisser Kommunikations- und Koordinationsaufwand. Am Ende ist es eine gute Investition in eine nachhaltige Immobilie."

 
Die Bewohnerinnen und Bewohner finden sich auf der gemeinsamen Dachterrasse zum Austausch zusammen. © Czaja

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