GEMEINNÜTZIGE BAUVEREINIGUNGEN

Rekordhoch: Tiroler Gemeinnützige investieren im laufenden Jahr 344 Mio. Euro

Es wird so viel gebaut wie noch nie, um die steigende Nachfrage zu bedienen“, stellt Franz Mariacher, Tigewosi-Geschäftsführer und Obmann der Tiroler Gemeinnützigen fest. Das Bauvolumen steigt nach 332 Mio. Euro im Jahr 2017 auf ein neues Rekordhoch von 344 Mio. Euro.

Marktpreis im privaten Mietbestand um 50 Prozent höher
Insgesamt verwalten die Tiroler Gemeinnützigen mehr als 67.000 Wohnungen in ganz Tirol, davon knapp 40.000 Mietwohnungen. „Unsere Kunden bezahlen im Schnitt 6,50 Euro je Quadratmeter inklusive aller Nebenkosten ohne Heizung“, weiß Obmann-Stellvertreter Markus Lechleitner von der „Alpenländische Heimstätte“: „Für eine 50 Quadratmeter Wohnung beträgt die Miete in diesem Fall rund 325 Euro. Im privaten Mietbestand kostet die gleiche Wohnung im Schnitt 490 Euro.“

„Der größte Vorteil bei gemeinnützigen Wohnungen ist der hohe Kündigungs- und Preisschutz. Die immer deutlich unter den freien Marktpreisen liegenden Wohnkosten werden auch in Zukunft durch die gut dotierte Wohnbauförderung des Landes Tirol garantiert“, ergänzt Mariacher.

 „Die Tiroler Gemeinnützigen bauen heuer so viel wie noch nie“, freuen sich Obmann Franz Mariacher (re.) mit seinem Stellvertreter Markus Lechleitner. Fotocredit: platzermedia


Bundesregierung ist gefordert
Franz Mariacher freut sich auch über die klaren Ansagen der neuen Bundesregierung zum sozialen und geförderten Wohnbau: „Das Regierungsprogramm beinhaltet längst fällige Reformen wie z.B. die Überarbeitung der bautechnischen Anforderungen an den Wohnbau, die Anpassung des Mietrechtsgesetzes, die Modernisierung der Wohnungsgemeinnützigkeit sowie die soziale Treffsicherheit.“

Ebenso auf der Agenda stehen die Senkung der Baukosten sowie die Baulandmobilisierung. „Nun geht es um die rasche Umsetzung. Die gemeinnützigen Bauträger leisten einen wesentlichen Beitrag für leistbares Wohnen. Mit unseren Investitionen sind wir zudem ein wichtiger Motor für die Bauwirtschaft und schaffen Arbeitsplätze in Tirol.“, stellt Franz Mariacher fest.

Aktuell wird in mehr als 50 Gemeinden gebaut. Neben 1.250 Mietwohnungen sind 80 Eigentumswohnungen geplant. Ein wachsendes Geschäftsfeld für die Tiroler Gemeinnützigen ist die Errichtung von kommunalen Infrastrukturprojekten wie Altenheime oder Kindergärten. Die Neue Heimat Tirol (NHT) hat erst kürzlich in Innsbruck ein komplettes Stadtteilzentrum mit 70 Mietwohnungen, Kindergarten mit Kinderkrippe sowie dem Sozialpastoralen Zentrum im Auftrag der Stadt übergeben.

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