GEMEINNÜTZIGE BAUVEREINIGUNGEN

GBV-Obmann fordert höhere Verbauungsdichte

In Salzburg werden dieses Jahr mehr als 272 Millionen Euro in den Neubau und die Instandhaltung  von Wohnungen der Gemeinnützigen  Bauvereinigungen (GBV) fließen. Insgesamt 694 Wohnungen sollen bis Ende 2019 übergeben werden, 2020 sollen über 1000 weitere Miet-, Mietkauf-und Eigentumswohnungen zur Verfügung stehen. Trotzdem ist die Stimmung bei der GBV hinsichtlich der Situation in Salzburg angespannt. Grund dafür ist, dass es immer schwerer wird, Grundstücke für den Gemeinnützigen Wohnbau zu mobilisieren: „Wir kämpfen um geeignete Flächen, mittlerweile sind 90 Prozent der Versorgungsflächen des räumlichen Entwicklungskonzept aus dem Jahr 2009 bereits verbaut“, beklagt Markus Sturm, Obmann des Wohnbauträgers „die salzburg“. 

Aufstockung durch Neuverdichtung 

Für GBV-Obmann Wintersteller liegt ein Lösungsansatz dieses Problems in einer höheren Bebauungsdichte: „Da geht es nicht um Hochhäuser, sondern um eine zeitgemäße Bebauungsdichte. Gemeint sind damit vor allem Grundstücke, die in den 60er-und 70er-Jahren nach geringeren Bebauungsdichten verbaut wurden. Ziel ist es, die Stadt dazu zu bewegen,  eben diese Dichte zu erhöhen, damit bestehende Gebäude entweder aufgestockt oder durch moderne Neubauten ersetzt werden können. Als Beispiel nennt Sturm einen viergeschossigen Bau im Salzburger Stadtteil Taxham, der um zwei Geschoße aufgestockt werden konnte. Dies hatte auch für die Mieterinnen und Mieter Vorteile, da das Gebäude durch die Erweiterung mit einem Lift ausgestattet wurde. 

Spatenstich für 1616 Wohnungen 

In Sachen Preispolitik befinden sich die Gemeinnützigen laut Wintersteller im Vergleich zum freien Markt immer noch „am unteren Ende des Preisniveaus“. Dadurch liegt der Durchschnittspreis bei Eigentumswohnungen bei knapp 4000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Noch in diesem Jahr soll der Spatenstich für über 1600 neue Wohnungen erfolgen, knapp zwei Drittel aller Neubauten sind dabei im Flachgau und der Stadt Salzburg geplant. In der Rauchmühle im Salzburger Stadtteil Lehen sollen 145 Wohnungen entstehen. Andere Projekte sind das neue Studentenheim in Hallein-Rif mit 66 Betten (die salzburg), ein neues Personalwohnhaus in Maria Alm mit 50 Wohnungen (Die Bergland) und eine Wohnanlage in der Inhauser-Straße in Aigen-Parsch (Heimat Österreich). 

Christian Wintersteller (GBV Obmann) und Markus Sturm (Obmann „die salzburg“). © gbv/Franz Neumayr

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