GEMEINNÜTZIGE BAUVEREINIGUNGEN

Wohnen im Alter – Altersgerechtes Wohnen als Herausforderung für Gesellschaft und heimische Bauträger

Österreicher werden immer älter – Land Salzburg unterstützt Wohnberatungsangebot

Die Lebenserwartung der Menschen wird immer höher. Laut Statistik Austria sind derzeit 18 Prozent der österreichischen Bevölkerung über 65 Jahre. 2030 wird diese Zahl auf 25 Prozent ansteigen. Eine Entwicklung auf die bereits heute die heimische Wohnwirtschaft, aber auch die Politik reagieren möchte. Das Land Salzburg unterstützt deshalb ein neues Beratungsangebot für Menschen ab 60. Denn oft leben ältere Personen in einem großen Haus, benutzen de facto aber nur noch zwei Zimmer. Die restlichen Räumlichkeiten oder der Garten werden dann von einer Wohlfühloase zu einer Belastung.

„Das Wechseln in eine barrierefreie Wohnung sei nur eine von vielen Möglichkeiten“, meint dazu Architektin Ursula Spannberger. Oft stellt sich der der Umzug in eine Senioren-WG als die beste Lösung heraus. „Auf Wunsch begleiten wir die Menschen emotional beim Prozess des Loslassens“, ergänzt Spannberger. Denn gerade die Nachkriegsgeneration verbindet mit der eigenen Wohnung und den eigenen 4-Wänden mehr als nur einen Wohnraum.

Eröffnung des „Haus St. Sebastian“

Wie beliebt eine Senioren-WG bei ihren Bewohnern sein kann, zeigt das „Haus St. Sebastian“ in Hof. Aufgrund erhöhter Nachfrage wurde das bestehende Heim um 14 Einbettzimmer, vier Zweitbettzimmer und ein Senioren-Tageszentrum ausgebaut. Eine Hauskapelle schmückt den Ort zusätzlich. Bei der feierlichen Eröffnung im November 2017 betonte Landeshauptmann Wilfried Haslauer die gesamtgesellschaftliche Herausforderung: „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, dass wir aufeinander schauen. Und das passiert hier in einer perfekten Art und Weise.“ 

Das Gebäude wurde in Massivbauweise mit 3-oberirdischen Geschossen und einem zurückgesetzten Dachgeschoss errichtet. Der Gemeinschaftsraum wurde mit einer Terrasse ausgestattet. Doch es gab noch eine weitere Herausforderung für den Bauträger Heimat Österreich. „Während des Neubaus hat ein bestehender Betrieb fortgeführt werden müssen.  Und Pflege und Personen, die hier auch entsprechende Hilfsbedürftigkeit haben, kann man nicht einfach in einer Baustelle lassen. Das war die Herausforderung des Projekts.“, so Karl Huber, Geschäftsführer Heimat Österreich.

Eine Arbeit, die sich für die Bewohner ausgezahlt hat, wie der Geschäftsführer des „Haus St. Sebastian“ Hannes Oberascher feststellt: „Wir sind sehr froh und dankbar, dass der Bau jetzt abgeschlossen werden hat können.  Das wir jetzt statt 57 Betten 79 haben und damit hoffentlich für Jahre oder Jahrzehnte hinaus die Sicherstellung für unsere ältere Bevölkerung, die es sich sicher verdient hat hier aufgenommen zu werden.“ 

Mehr Einblicke finden Sie hier: http://www.hoe.at/de/news/eroeffnungsfeier-haus-st.sebastian-in-hof_nd18322

 

Eröffnungsfeier „Haus St. Sebastian“ © Heimat Österreich

© 2017, Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen