GEMEINNÜTZIGE BAUVEREINIGUNGEN

Stolz auf Holz(bauten)

Im Rahmen seiner Masterarbeit („Barrieren für den mehrgeschoßigen Holzbau im urbanen Raum aus Perspektive von Nutzerinnen und Nutzern“) setzte sich Viktor Stadler mit einem Thema auseinander, welches zunehmend in den Fokus des sozialen Wohnbaus rückt: mehrgeschossige Wohnhäuser in Holzbauweise. Konkret ging es um die Erhebung von Barrieren, also etwaigen negativen Nutzungserfahrungen der Bewohnerinnen und Bewohner solcher Bauten im urbanen Bereich. Im Zuge der Befragung zeigte sich, dass die Wertschätzung des Baustoffes Holz offenbar nach Bezug der Wohnung ansteigt. Immerhin gaben drei von vier der befragten Personen an, dass sie sich wieder für die Wohnung entscheiden würden und vier von fünf würden ihre Wohnung in Holzbauweise weiterempfehlen. Einschränkungen in der Zufriedenheit gab es etwa im Bereich der Luft- und Trittschalldämmung.

Die GIWOG setzt auf Holz

Durchgeführt wurde die Befragung in mehreren urbanen Holzbauten in Oberösterreich und der Steiermark – Bundesländer, in denen dieses Thema auch im sozialen Wohnbau seit Jahren großgeschrieben wird. So hat etwa die oberösterreichische GIWOG in beiden Bundesländern bereits verschiedene mehrgeschossige Wohnbauten in Holzbauweise realisiert. Eines der ersten Projekte dieser Art war die Wohnhausanlage in der Leondinger Limesstraße in Oberösterreich, bei der vier der insgesamt fünf Geschosse in Holzriegelbauweise ausgeführt wurden.

Das 5-geschossige Wohnhaus der GIWOG in Leonding (Oberösterreich) war eines der ersten Projekte, welches in Holzbauweise ausgeführt wurde. ©GIWOG

Ein weiteres Projekt der GIWOG wurde 2019 in Hörsching (Oberösterreich) übergeben. (HIER mehr zum Projekt) Die in Holzbauweise errichtete Anlage am Verdiweg beherbergt insgesamt 20 Wohneinheiten mit einer Fläche zwischen 50 und 88 m2. Dabei wurden in Summe rund 350 Kubikmeter Holz verbaut – eine Menge, die in heimischen Wäldern in zirka 6 Minuten nachwächst. 

Die Holzmenge, die zur Errichtung der Wohnhausanlage in Hörsching verbaut wurde, wächst in Österreichs Wäldern in 6 Minuten nach. ©GIWOG

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