GEMEINNÜTZIGE BAUVEREINIGUNGEN

Mit Rat und Tat zur Stelle: Immo Tag in Linz

Das „öffentliche Notariat“ war für viele Besucherinnen und Besucher der Promenaden Galerien ein Anziehungspunkt. 13 Vertreter oberösterreichischer Notariate stellten sich den Fragen - „unentgeltlich, aber wertvoll“, wie Fritz Jank, Präsident der oberösterreichischen Notariatskammer sagte. In zwei Talk-Runden tauschten sich Expertinnen und Experten über aktuelle Themen der Branche aus.

Leistbares Wohnen und Stadtentwicklung

Robert Oberleitner, Chef des gemeinnützigen Wohnbauträgers Neue Heimat, schilderte seine Erfahrungen aus dem Ausland: „In Deutschland, England und Spanien können sich die Leute die Wohnungen nicht mehr leisten. Das haben wir zum Glück nicht. Wir haben eine gute Durchmischung.“ Ein Problem: „Das Kapital wird in Grundstücke investiert.“ Der Preis für Grund und Boden wird dadurch in die Höhe getrieben. Es sei Aufgabe der Gemeinnützigen leistbares Wohnen zu ermöglichen. Die Wartelisten sind freilich lang: „Derzeit haben wir 6200 Vormerkungen“, so Oberleitner. 

Der Steyrer Christoph Grumböck von den oberösterreichischen Notaren beobachtet indes einen Wandel: „Am Stadtplatz in Steyr wohnen relativ wenig Leute. Gleichzeitig werden die Bauflächen, jedenfalls im städtischen Bereich, weniger, aber dafür teurer. Wir können daher eindeutig beobachten, dass Bauträgerverträge bzw. Bauträgerabwicklungen zunehmen, und zwar von kommerziell tätigen Unternehmen und auch von gemeinnützigen Bauvereinigungen gleichermaßen." Grumböcks Kollegin Silke Höller-Prantner ergänzte, dass auch im ländlichen Bereich wie etwa in Pregarten Bauflächen seltener werden: „Was wir in unserem Bereich zusätzlich beobachten können, ist, dass gemeinnützige Mietwohnungen mit Kaufoption an Bedeutung gewinnen.“

Talk-Runde: Alles über Immobilien 

Informationen und Expertisen gab es in der zweiten Runde von den Notaren Birgit Mohr und Clemens Ettmayer sowie von Peter Fischer (PwC) und Christoph Zoitl (Hypo). Fischer rechnet in Zukunft mit steigenden Preisen, aber mit keinen großen Schwankungen auf dem Immobilienmarkt. Hervorgehoben wurde die Bedeutung der emotionalen Komponente beim Kauf und Verkauf von Immobilien. 

Oberösterreichs Notare

In Oberösterreich gibt es 85 Notare, dazu 936 Kandidatinnen und Kandidaten. Mehr als die Hälfte der Berufsanwärter sind Frauen. Der Berufsstand wird weiblicher. Im ersten Halbjahr gab es in Oberösterreich 9382 Verbücherungen, darunter versteht man die Eintragung des Eigentumsrechtes ins Grundbuch. Der Wert der verbücherten Immobilien belief sich insgesamt auf 1,9 Milliarden Euro. 

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