GEMEINNÜTZIGE BAUVEREINIGUNGEN

Wohnungen ohne neuen Grundverbrauch

Die gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Neue Heimat mit Sitz in Linz stellt sich dem rasant fortschreitenden Bodenverbrauch entgegen: Statt ausschließlich neue Wohnungen auf freien Grünflächen zu errichten, nutzt sie zunehmend auch bestehende Flächen und vorhandene Infrastruktur. So soll sich beispielsweise in Ried im Innkreis die Zahl der Wohnungen in der Nähe des Fußballplatzes von derzeit 44 auf 83 beinahe verdoppeln. Weitere Projekte des Unternehmens in dem Bereich betreffen den Linzer Stadtteil Neue Heimat, wo in den kommenden Jahren bis zu 150 zusätzliche Wohnungen geplant sind.

Beitrag zum Klimaschutz

„Wir leisten damit einen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele", sagte Geschäftsführer Robert Oberleitner. Der Bodenverbrauch in Österreich soll sich auf diese Weise laut Bundesregierung bis 2030 von aktuell 40 auf neun Quadratkilometer reduzieren. „Österreich verfügt über eine gute Mischung im Wohnbau, er muss auch in Zukunft leistbar sein", so Oberleitner. „Es sind unheimlich viele Händler auf dem Markt, die die Spekulation vorantreiben." Die Politik sei auf allen Ebenen gefordert, dem einen Riegel vorzuschieben. Einen Hebel dafür sieht Oberleitner im Südtiroler Modell: Dort gehen bei Grundstücksverkäufen automatisch 60 Prozent der Fläche in den Besitz der jeweiligen Gemeinde über, die dafür nur die Hälfte des Marktpreises zahlt.

500 Wohnungen in Bau

Bei der Neuen Heimat befinden sich aktuell rund 500 Wohnungen in Bau, 300 davon im Zentralraum. Das Unternehmen vergibt jedes Jahr rund 100 Wohnungen und verwaltet ca. 18.000. Die Wartezeit liegt im Durchschnitt bei eineinhalb bis zwei Jahren. Oberleitner: „Wir haben de facto keinen Leerstand."

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