GEMEINNÜTZIGE BAUVEREINIGUNGEN

Auszeichnung für eine neue Stellplatzverordnung in St. Pölten

Die aktuelle Stellplatzverordnung schreibt im gesamten Stadtgebiet von St. Pölten 1,5 Parkplätze pro Wohneinheit bei größeren Wohnbauprojekten vor. Professor Arthur Kanonier und Kurt Weninger von der TU Wien empfohlen diesbezüglich eine Änderung. Bei ihrem neuen Stellplatzregulativ wird die Stadt anhand der Lage und der Erschließung mit dem öffentlichen Verkehr in vier Zonen aufgeteilt und soll auf bis zu 33 Prozent der bisher üblichen PKW-Stellplätze beim Wohnungsbau verzichten. Die Anzahl der vorgeschriebenen PKW-Stellplätze in der Innenstadt wird von 1,5 pro Wohneinheit auf einen Stellplatz reduziert. Eine Reduzierung auf 1,2 Stellplätze findet in der Zone 2 statt, in der Zone 3 wird auf 1,35 Stellplätze hinuntergesetzt. Im Gegenzug wird die Anzahl der zu errichtenden Fahrradabstellplätze erhöht. Im Innenstadtbereich wird es doppelt so viele Fahrradabstellplätze geben, in den übrigen Zonen wird von einem Fahrradabstellplatz auf 1,5 Plätze erhöht. Diese Änderungen würden einen Beitrag zur Verminderung des Autoverkehrs, zur Verbesserung der Klimabilanz und zur Verringerung der Wohnbaukosten leisten.

Das Projekt für die Stadt St. Pölten erhielt den niederösterreichischen Mobilitätspreis des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ). Insgesamt erhielten vier Projekte den VCÖ-Mobilitätspreis Niederösterreich. Neben der Stellplatzvorgabe von St. Pölten wurde der geplante Rad-Highway entlang der Südbahn im Bezirk Mödling, die klimaneutrale Güterzustellung von Gebrüder Weiss und die Badener Bahn für die easy mobil Station Griesfeld ausgezeichnet.

 


(v.l.n.r.) Bürgermeister Matthias Stadler, Kurt Weninger von der TU Wien und der Leiter der Stadtplanung Jens de Buck ©Josef Vorlaufer

 
Skizze des neuen 4-Zonen Modells für St. Pölten ©Stadtplanung St. Pölten

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