GEMEINNÜTZIGE BAUVEREINIGUNGEN

Projekt des Monats: Grüne Nachnutzung auf Salzburger Industrieareal

Die Geschichte der Mühlen auf diesem Areal im Salzburger Stadtteil Lehen geht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Ähnlich lang wie die Geschichte ist auch die Liste an Namen, die das Areal bereits hatte: Aestmühle, Astmühle, Schredlmühle, Fisslthalermühle und schließlich Rauchmühle. Der letzte Name geht auf die letzten Besitzer, die Innsbrucker Familie Rauch zurück, die hier bis 2011 die größte Mühle im Land betrieb.

Im Jahr 2011 wurde der Mühlenbetrieb stillgelegt. Im Anschluss startete ein kooperatives Workshop-Verfahren mit dem Gestaltungsbeirat der Stadt Salzburg unter maßgeblicher Einbindung von Fachexpertinnen und -experten. Dieses war die Basis für die Erarbeitung eines städtebaulichen Grundkonzeptes, welches die Rahmenbedingungen für einen geladenen, anonymen Architekturwettbewerb vorgab. Geplant wurde das Projekt, bei dem noch bis zum Frühjahr 2021 acht Baukörper mit insgesamt über 200 Wohnungen entstehen, vom norwegischen Architekturbüro Helen & Hard. Es umfasst auch eine Renaturierung der Glan und den Abbruch eines 40 Meter hohen Betonsilos am Areal.

Auf einer Fläche von 21.000 m² werden 66 freifinanzierte Eigentumswohnungen von der PRISMA Unternehmensgruppe sowie 145 geförderte Mietwohnungen von der Salzburg Wohnbau errichtet. Das ehemalige Wohn- und Verwaltungsgebäude der Fisslthalermühle, genannt "Villa Rauchmühle", das unter Denkmalschutz steht, wird ebenfalls von der PRISMA Unternehmensgruppe bis zum Frühjahr 2022 revitalisiert und bietet dann Platz für zusätzliche Büro- bzw. Gewerbeflächen.

Die Mietwohnungen der Salzburg Wohnbau reichen entsprechend einem Generationen-Wohnmodell von 1-Zimmer-Einheiten mit rund 40 m² bis zu 5-Zimmer-Wohnungen mit 120 m². Dabei wird der Fokus auf durchdachte, lichtdurchflutete Raumkonzepte gelegt. O-Bus und S-Bahn liegen in fußläufiger Entfernung der Wohnanlage. „Hier wird ein urbanes, zukunftsweisendes und architektonisch ansprechendes Projekt umgesetzt. Die Grünflächen und Freiräume sind großzügig angelegt - das ist uns sehr wichtig, denn Wohnen ist ein wesentlicher Teil von Lebensqualität“, informieren die beiden Salzburg Wohnbau-Geschäftsführer Dr. Roland Wernik und DI Christian Struber. 

Übrigens, sehen lassen kann sich auch das Fahrradkonzept: 560 überdachte Fahrradabstellplätze stehen den Bewohnerinnen und Bewohnern zur Verfügung.

 

 

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